Süddeutschen Zeitung: Korruptionsfall Vulin in Serbien

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  • Der serbische Verteidigungsminister Aleksandar Vulin ist in einen Korruptionsfall verstrickt.
  • Er hat sich nahe der Belgrader Altstadt eine Wohnung für knapp 250 000 Euro gekauft. Seine Erläuterungen, wie er das Geld aufbrachte, sind haarsträubend.
  • Die Justiz muss der Minister dennoch nicht fürchten. Sie stellte das Verfahren wieder ein. Vulin wird den Fall wohl einfach aussitzen.
Von Enver Robelli, Zürich

Eine Tante in Kanada. Eine Tante, die lebenslang in der Fremde geschuftet hat, um die Verwandten in der Heimat zu unterstützen. Das wünschen sich derzeit viele Menschen in Serbien. Das große Vorbild ist Verteidigungsminister Aleksandar Vulin. Er hat, wie jetzt bekannt wurde, eine Wohnung nahe der Belgrader Altstadt gekauft – für knapp 250 000 Euro. Das ist sehr viel Geld in Serbien, wo ein Minister nur etwa 800 Euro im Monat verdient. Wie Vulin die Summe aufbringen konnte, fragen sich viele Serben. Auch die Antikorruptionsbehörde interessiert sich für den Fall.

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